Medizinische Fußpflege komplett :
- eingewachsene Nägel, Verdickungen abtragen,
- Rhagadenbehandlung*, Clavusbehandlung*;
Teilbehandlungen :
- Clavusbehandlungen
- Salbenverbände
- Nagelauffüllen (mit Gel oder Kunststoff bei Atrophie)
Orthonyxie-Spangen :
(zur Regulierung eingewachsener Nägel)
- Ross-Fraser Spange
- 3TO Spange
- Goldstadt Spange zur Entlastung des Nagelfalz
Die Orthonyxie ist ein gutes Mittel, um einer Teilresektion oder totalen Nagelentfernung (Operative Eingriffe) vorzubeugen. Außerdem bringt sie den Patienten sofortige Erleichterung. Mit individueller Orthonyxie können sehr gute Resultate erzielt werden. Gegenüber einer Operation weist die Orthonyxie folgende Vorteile auf:
Nagel und Zehenende bleiben erhalten
keine Narbenbildung
geringere Schmerzen
die Orthonyxie ist fast immer anwendbar
Der Nagel kann sich nach erfolgreich abgeschlossener Therapie wieder deformieren (z.B. durch den Schuhdruck). Die Spange sollte dann so schnell wie möglich wieder gesetzt werden.
Orthosen :
Dauerhafte Druckentlastung mit maßgefertigten Orthosen
Überall dort, wo die konventionellen Entlastungsprodukte nicht die gewünschte Wirkung zeigen, kann man mit den individuellen Orthosen sehr gute Resultate erzielen. Sie weisen gegenüber konventionellen Produkten folgende Vorteile auf:
Maßgeformte = gezielte Wirkung
optimale Dünne = optimaler Sitz
hygienisch
langlebig
keine Allergien verursachend
Orthosen dienen vor allem zur Entlastung einer bestimmten Druckstelle. Eine Korrektur ist nur minimal möglich. Sie müssen sehr fein gearbeitet sein, da sie sonst an anderen Stellen Druck verursachen. Durch eine solche Dauerentlastung können Operationen vermieden werden. Besonders gilt es, Druckstellen im Bereiche des Nagelfalzes durch Aussparung oder Ummantelung zu vermeiden.
Indikation (wann wird eine Orthose gemacht?):
bei Krallenzehen
bei Hammerzehen
bei chronische Hühneraugen
bei Hallux valgus
bei Quintus varus
um Zehen zu richten
bei Operations-Narben
als Zehenkuppenheber
Massagen:
Allgemeine Lehre der Massage:
Massage zählt zu den ältesten natürlichen Heilmethoden der Menschheit. Die ersten schriftlichen Zeugnisse über Heilmassagen stammen aus China (um 2600 v. Chr.) Wir alle wenden Massage instinktiv an. Wenn uns ein Körperteil schmerzt, legen wir automatisch unsere Hände auf die betroffene Stelle und versuchen, uns durch leicht kreisende Bewegungen Linderung zu verschaffen.
Heute werden bei uns zahlreiche Massageformen angeboten: uralte asiatische wie neu entwickelte westliche und solche, die westliche und östliche Ansätze miteinander verbinden.
Die Fuß- und Unterschenkelmassage zählt zur klassischen (schwedische) Massage.
Indikation (Wirkung der Massage):
In ihrer einfachsten Form ist Massage eine heilende Behandlung der Muskeln und des Bindegewebes. Das Streichen, Kneten und Reiben der Füße und Beine hilft, die Spannungen verspannter und schmerzender Muskeln zu lösen und stellt ihre Geschmeidigkeit wieder her. Diese Berührungsbehandlung verbessert die Blutzirkulation und hilft damit dem Kreislaufsystem Sauerstoff und Nährstoffe in die Zellen, das Gewebe und die inneren Organe zu pumpen.
Das Streichen überwindet auch den Widerstand der Abfallprodukte, die sich in den Muskeln abgelagert haben. Es unterstützt den Gefäßfluss und ihre Ausscheidung, indem es das Lymphsystem des Körpers in seiner lebenswichtigen Reinigungsfunktion anregt.
Das Reiben der Hände auf der Haut – das größte Organ des Körpers – stimuliert ganz unmittelbar das Nervensystem das die Signale vom Gehirn über das Rückenmark zu allen Teilen des Körpers trägt. Je nach Art des Streichens kann Massage dieses System der nervlichen Verbindung anregen oder beruhigen. Auf diese Weise kann Massage sowohl entspannen als auch beleben und schon diese physische Wirkung allein ruft einen Zustand des Wohlbefindens hervor. "Sich wohl fühlen in seiner Haut".
Fußbäder und Fußpflege
Bei Patienten mit Durchblutungsstörungen ist wegen der schlechten Durchblutung ist die Gefahr von Wundheilungsstörungen besonders groß. Deshalb ist die Pflege der Füße besonders wichtig. Beachten Sie dabei folgende Punkte:
Fußbäder nur lauwarm durchführen und milde Waschsubstanzen verwenden. Achten Sie beim Abtrocknen darauf, dass auch die Zehenzwischenräume ganz trocken sind, sonst kann sich leicht Fußpilz ausbreiten. Eine gute Möglichkeit, die Zehenzwischenräume ganz trocken zu bekommen ist, Kosmetiktücher zwischen die Zehen zu ziehen.
Cremen sie Ihre Haut regelmäßig ein. Spröde und rissige Haut bietet Bakterien und Pilzen zahlreiche Eintrittspforten.
Seien Sie bei der Pediküre besonders sorgfältig! Schneiden Sie Ihre Zehennägel nicht zu kurz und vermeiden Sie Verletzungen. Wenn Sie körperlich eingeschränkt sind, lassen Sie die Pediküre von einer Fußpflegerin durchführen. Bei Wunden, Schwielen oder Druckstellen sollten Sie wegen der Infektionsgefahr umgehend einen Arzt aufsuchen. Inspizieren Sie regelmäßig Ihre Füße nach Verletzungen oder Infektionen.
Richtiges Schuhwerk und gute Strümpfe schützen die Füße.
Um die Durchblutung der Füße nicht noch weiter einzuschränken, sollten Patienten mit Schaufensterkrankheit unbedingt auf bequemes und passendes Schuhwerk achten. Zu enge und feste Schuhe sind ebenso ungünstig wie einzelne Druckstellen. Die Schuhe sollten weich sein und den Fuß ausreichend warm halten. Bei Verformungen des Fußes müssen die Schuhe eventuell speziell angepasst werden. Vermeiden Sie Socken und Strümpfe aus Kunstfasern. Sie verursachen einen Feuchtigkeitsstau und begünstigen somit das Wachstum von Keimen. Einengende Strümpfe oder Strumpfbänder sind ebenso ungeeignet.
Wichtig bei Durchblutungsstörungen: Füße warm halten!
Besonders im Winter ist es für Patienten mit Schaufensterkrankheit wichtig, die Füße ausreichend warm zu halten! Auch im Bett sollten Sie deshalb an Wollsocken oder eine Wolldecke denken. Beachten sie jedoch, dass sich zusätzliche Wärme ungünstig auf die Sauerstoffversorgung im Gewebe auswirkt. Vermeiden sollten Sie deshalb Heizdecken und Wärmflaschen. Falls Sie ausgekühlt sind, wärmen Sie sich lieber durch ein warmes Getränk wieder auf.
In fortgeschrittenen Fällen der arteriellen Verschlusskrankheit ist eine richtige Lagerung des Beines und des Fußes sehr wichtig. Um die Durchblutung des Beines zu Verbessern, muss es eventuell tiefer gelagert werden.
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* Clavus = Hühnerauge
* Rhagaden = kleine Risse